Liebe Segelfreunde,
unser Skippertraining wurde 1985 zum ersten Mal durchgeführt.
Zu dieser Zeit war ich selbst noch 25 Wochen per Jahr als Skipper mit Mitseglern unterwegs. Viele Male habe ich bei missglückten Hafenmanövern zugesehen und so ist der Gedanke aufgekommen: in diesem Bereich ist etwas zu tun!
Selbst für Skipper, die unterwegs ihr Schiff bestens im Griff haben, sind die Hafen- und Anlegemanöver oft eine knifflige Sache.
Der Grund liegt klar auf der Hand: wer nur ein- oder zweimal im Jahr mit einem Auto fährt, dem würde es auch nicht gerade leicht fallen, in eine enge Lücke einzuparken.
Beim Schiff kommen aber noch einige Aspekte dazu: es gibt keine Bremse, die ein abruptes Anhalten möglich macht; der Wind dreht den Bug weg, oder bewegt das Schiff in genau die nicht erwünschte Richtung; die Ruderwirkung ist bei Langsamfahrt minimal und der Radeffekt tut ein Übriges.
Beobachten Sie, wenn Sie das nächste Mal in einer Marina liegen, die Anlegemanöver.
Sie werden sehen, die ungeübtesten Crews haben zumeist keinerlei Vorbereitungen getroffen. Keine Fender, keine Leinen, alle sind hektisch, der Skipper ist kaum ansprechbar, oder brüllt herum, was die armen Mitsegler nur noch konfuser macht.
Nur wenige können eine Leine richtig werfen. Zwei Drittel in der Hand, ein Drittel wird geworfen. Wer von den Mitseglern weiß das schon ?
Der Urlaub ist dann nicht die Zeit wo geübt wird. Ein Törn ist geplant, das nächste Ziel wartet und irgendwie geht es immer.
Genau an diesem Punkt setzt unser Skippertraining an. Drei Tage im frühen Frühjahr sind zugleich ein netter Auftakt für die kommende Saison und man übt, wofür man sich sonst kaum Zeit nimmt: alle Arten von Manöver, immer und immer wieder.
Sage und schreibe: 9000 Kunden haben dieses Training bei uns mittlerweile absolviert, viele davon bereits mehrmals.
Es ist ein schönes Gefühl, das Schiff fest in der Hand zu haben und vor allem wenn es genau das macht, was der Skipper will.
Dieses Gefühl ist allemal drei Tage Übung wert.
Ihr Kurt Ecker |